Du bist nur 14Tage in den USA?
Normalerweise hat man 3 Monate Zeit. um Urlaub zu machen, ohne dass man ein Visum braucht, also wenn Ihr sagt, Ihr besucht nur jemand, dann braucht man auch kein Visum
Theoretisch muss man aber fuer einen Schueleraustausch ein Visum haben, weil da ja auch die Teilnahme am Unterricht hier garantiert wird. Irgendwie hoert sich das von den Lehrern recht seltsam an. Interessant waere zu wissen, warum die Lehrer euch zum luegen anstiften? Was fuer Vorteile werden daraus gewonnen.
Hier noch Info vom Konsulat
Überblick
Im Jahr fliegen rund 8.000 deutsche Schüler in die USA, um dort drei, fünf oder zehn Monate an vorwiegend öffentlichen High Schools zu verbringen. Die 15- bis 18-Jährigen leben bei amerikanischen Gastfamilien, die die Schüler unentgeltlich aufnehmen. Die Schüler verbessern dabei nicht nur entscheidend ihre Sprachkenntnisse, sondern lernen durch den Aufenthalt die Amerikaner, ihr Land und ihre Kultur aus einer ganz besonderen Perspektive kennen.
Die Entscheidung über den Auslandsaufenthalt sollte aber nicht allein von den Eltern getroffen werden, die damit die späteren Karrierechancen ihres Kindes verbessern möchten, sondern sollte vor allem der Wunsch des Schülers oder der Schülerin sein. Wichtige Eigenschaften für ein erfolgreiches Jahr sind Kontaktfreudigkeit, Offenheit für fremde Kulturen und Humor. Sprechen Sie mit dem Klassenlehrer, ehemaligen Teilnehmern und deren Eltern (s. Links) über dieses Vorhaben. In den USA müssen Sie sich dem Leben der Gastfamilie und dem "American way of life" anpassen, dazu gehören in vielen Fällen auch spezielle Vorschriften des religiösen Lebens.
Grundsätzlich muss zwischen dem selbstorganisierten Austausch und dem Austausch ueber eine Organisation unterschieden werden:
Austausch über eine Organisation
Bevor Sie sich bei einer der entsprechenden Organisationen bewerben, sollten Sie die Programmangebote vergleichen und sich umfassend über die folgenden Punkte informieren:
• Wie stellen sich die Organisationen vor, und wer steckt dahinter?
• Hat die amerikanische Partnerorganisation vom zuständigen US- Außenministerium eine designierte Programmnummer erhalten?
• Wie lauten die Geschäftsbedingungen: Wird der Sicherungsschein über den gesamten Programmpreis bei der Buchungsbestätigung ausgehändigt? Werden Festpreise angeboten (d.h. es sind also keine Preiserhöhungen möglich)?
• Wie sorgfältig werden die Teilnehmer ausgewählt und in Deutschland vorbereitet?
In vielen Städten Deutschland finden in unregelmässigen Zeiträumen 'Youth Exchange Fairs' statt. Dort stellen sich die Austauschorganisationen interessierten Eltern und Schülern vor. Soweit uns bekannt, veröffentlichen wir diese Termine in unserem Veranstaltungskalender.
Selbst organisierter Austausch
Wer Verwandte, Freunde, Briefpartner in den USA hat, zieht es oft vor, einen Schüleraustausch selbst zu organisieren. Der wesentliche Unterschied zum Austausch über eine Organisation besteht in den Formalitäten, die es zu beachten gilt:
• die gastgebende Schule muss beim United States Citizenship and Immigration Service (USCIS) die Teilnahme am Student and Exchange Visitor Program (SEVP) beantragt haben. Erst wenn die Schule am SEVP teilnimmt, kann sie das Visumsvordokument I-20 ausstellen. Dieses Formular benötigt der Schüler, um in Deutschland das Visum (F-1) zu beantragen.
Eine Liste von Schulen, die das I-20 ausstellen dürfen, finden Sie hier (PDF Dokument)
• öffentliche Schulen sind gesetzlich verpflichtet ein angemessenes Schulgeld zu erheben: pro Schuljahr zwischen $ 4,900 (Utah) und $ 12,500 (New Jersey). Es muss ein glaubwürdiger Nachweis über dessen Zahlung vorliegen, bevor das Visum ausgestellt wird. Mehr dazu hier.
Informationen über die Schuldistrikte einschliesslich ihrer Ausgaben pro Schüler finden Sie beim National Center for Education Statistics: wenn Sie den Bundesstaat und den Ort eineben, erhalten Sie die Schuldistrikte. Klicken Sie auf den entsprechenden Distrikt: die Informationen schliessen die Option ein, finanzielle Daten('fiscal data') aufzurufen.
Einige Austauschorganisationen sind nach Absprache bereit, selbst ausgesuchte Gasteltern zu akzeptieren und in ihr Austauschprogramm aufzunehmen. Dann können die Formalitäten über die Austauschorganisation abgewickelt werden. Der Schüler zahlt dann statt des Schulgeldes den Programmpreis an die Austauschorganisation. Diese Möglichkeit liegt aber völlig im Ermessen der einzelnen Organisation.
Bitte beachten Sie, dass in diesem Fall der Schüler NICHT mit der Gastfamilie verwandt sein darf!
Finanzielle Förderung
Die Kosten für ein High School Jahr in den USA liegen bei ca. €6-7000 plus Nebenkosten plus Taschengeld für den Schüler. Es gibt aber finanzielle Förderungsmöglichkeiten und -programme. So bieten viele Austauschorganisationen Voll- und Teilstipendien an. Manche Arbeitgeber unterstützen solche Programme ebenfalls. Eine Nachfrage kann sich also durchaus lohnen.
• Parlamentarisches Patenschaftsprogram (PPP) / Congress - Bundestag Youth Exchange Program (CBYX)
1983 wurde das Parlamentarische Patenschafts-Programm aus Anlass des 300. Jahrestages der ersten deutschen Einwanderung gemeinsam vom Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika und dem Deutschen Bundestag beschlossen. Die Jugendlichen wohnen in den USA in Gastfamilien. Schüler/innen besuchen eine amerikanische High School, junge Berufstätige ein Community College oder eine vergleichbare Bildungsstätte und absolvieren ein Praktikum in einem amerikanischen Betrieb. Das Parlamentarische Patenschaftsprogramm für Schüler wird von fünf Austauschorganisationen gehandhabt. Bei welcher Austauschorganisation sich Schüler für das PPP bewerben müssen hängt ausschliesslich vom Wohnsitz ab. Genaueres dazu hier.
Bewerbungsschluss für das Schuljahr 2008/09: im Spätsommer 2008.
(Datum wird noch bekannt gegeben)
• Deutscher Fachverband HighSchool e.V.: 11 Vollstipendien für finanziell schwache, gute Schüler.
Bewerbungsschluss für das Schuljahr 2007/8: 31. Oktober 2007
• Auslands-BAföG: die Förderung richtet sich nach dem Einkommen der Eltern; eine Rückzahlung ist -anders als beim StudienBAföG - nicht erforderlich.
• Steuerliche Begünstigung: bei Schülern, die bereits 18 Jahre sind kann möglicherweise der Ausbildungsfreibetrag steuerlich geltend gemacht werden.
Links
• Aktion Bildungsinformation e.V.
• Ausgetauscht.de
• Schüleraustausch.de
• GreatSchoolsNet (Nonprofit online guide; has info on every K-12 school in the US)
• National Center for Education Statistics (Suche nach öffentlichen u. privaten High Schools, mit Eingrenzung auf Ort, PLZ, Entfernung von der PLZ)
• EasySchoolSearch.com 130.000 öffentliche und private Schulen mit Link zu Google Maps
• eschoolsearch.com (Verzeichnis privater Schulen)
• Peterson's Private Schools Database (Private Schulen, einschliesslich Internate)
Literatur
• Ein Schuljahr in den USA: Austausch-Organisationen auf dem Prüfstand: Infos zu über 70 Anbietern von Christian Gundlach, Sylvia Schill. 8., völlig neu bearbeitete und aktualisierte Auflage 2007/2008. Sept. 2006. Recherchen Verlag. ISBN 978-3-930902-08-8 EUR 14.90
• Als Gastschüler in den USA von Max Rauner. Reise KnowHow. ISBN 978-3-89662-228-0 Jan 2007 EUR 14.90
• Rechtshandbuch Schüleraustausch: die Praxis des Gastschulaufenthaltes und ähnlicher Verträge von Stefan Klein. LIT Verlag. ISBN 3-8258-7240-8 EUR 19.90
Visainformationen
Bitte vergewissern Sie sich, dass Sie über alle Visumsbestimmungen für einen Austausch informiert sind:
• Visainformationen für Austausch mit Organisation (US-Botschaft)
• Visainformationen für selbstorganisierten Austausch (US-Botschaft)
• Informationen zur Sevis Gebühr